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17.09.2010 | Aufruf zum Bürgerbegehren: "Ja zum Einkaufen im Dorf, kein Supermarkt auf der grünen Wiese"

17.09.10 Die Interessengemeinschaft Dorfentwicklung ist für den Erhalt und die Entwicklung von Einkaufsmöglichkeiten in der Türkenfelder Ortsmitte und startet den "Aufruf zum Bürgerbegehren" mit einem Brief an den Bürgermeister Keller und die Damen und Herren Gemeinderäte. Im folgenden der Wortlaut des Briefes.

 

 

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Keller,

wie wichtig eine gute Formulierung der Fragestellung zu einem Bürgerentscheid ist, ist Ihnen sicher bewusst. Aus diesem Grunde haben wir – die Interessengemeinschaft Dorfentwicklung - uns entschieden, das demokratische Mittel eines Bürgerbegehrens zu nutzen, in dem wir unsere eigene Fragestellung und unsere Standpunkte den Bürgern von Türkenfeld in einer fairen und sachlichen Auseinandersetzung vermitteln können.

Die Fragestellung unseres Bürgerbegehrens ist wie folgt vorgesehen:

Sind Sie dafür,

dass sich die Gemeinde im Rahmen der innerörtlichen Entwicklung insbesondere auch ihrer Planungshoheit, für den Erhalt und die Schaffung neuer Einkaufsmöglichkeiten in der Ortsmitte von Türkenfeld einsetzt und deshalb die Beschlüsse zur Bauleitplanung, die den Bau eines Supermarktes an landschaftlich wertvoller Stelle am Ortsrand neben der Schule zum Ziel haben, aufhebt?

 

Die Vertreter und Stellvertreter des Bürgerbegehrens sind:

1. Vertreter: Rainer Hegnauer | Stellvertreter: Dr. Gabriele Klöckler

2. Vertreter: Martina Uhlemann | Stellvertreter: Josef Bichlmaier

3. Vertreter: Hans Well | Stellvertreter: Mechthilde Jercic

Wichtig ist uns hier auch deutlich zu machen, wie wir die Ziele einer Dorfentwicklung sehen, denn diese unterscheiden sich unserer Meinung nach erheblich von den geäußerten Vorhaben, die Sie im Mitteilungsblatt vom 14.09.2010 erwähnen. Die Aufwertung exponierter Plätze, wie z.B. der Mariensäule, kann nach unserer Ansicht nur Nebeneffekt der Dorfentwicklung sein, zentrales Anliegen ist die Erhaltung der Vitalität der Dorfmitte durch die Schaffung weiterer Einkaufsmöglichkeiten.

Dies wurde auch schon von Frau Vizebürgermeisterin Claudia Glas im SZ-Artikel vom 28.07.2010 festgestellt: „ Dorferneuerung und ein Supermarkt auf der grünen Wiese, das würde nicht funktionieren.“ Weiterhin sehen wir die Entscheidung des Gemeinderates, aufgrund des Ergebnisses der Edeka-Umfrage ein Ratsbegehren zu beschließen, als unnötige Aufwertung der Werbemaßnahme eines Lebensmittel-Konzerns.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Bürgermeister und Gemeinde, denn wir alle wollen nur das Beste für unser schönes und geliebtes Türkenfeld!

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Hegnauer im Namen aller Vertreter und Stellvertreter

 

Anlage:

16 Kopien für die Damen und Herren Gemeinderäte

 

Kontakt

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